Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft, Berlin Umbau und Erweiterung Gebäude T: HKLS
Max-Planck-Gesellschaft , GV-Bauabteilung
- Frist
- 20 Tage · 04. Aug. 2026
- Auftragswert
- 0 €
- Leistung
- — · CPV 71321000
- Region
- Berlin
- Quelle
- EU-Oberschwelle (TED)
- Veröffentlicht
- 16. Juli 2026
- Bekanntmachung
- Original ansehen ↗
Leistungsgegenstand
Das Fritz-Haber-Institut (FHI) wurde im Jahr 1911 als Kaiser-Wilhelm-Institut für Physikalische Chemie und Elektrochemie in Berlin-Dahlem gegründet und 1953 in die MPG eingegliedert. Im Zentrum der Forschungsaktivitäten steht das fundamentale Verständnis elementarer Prozesse in der physikalischen Chemie und damit des Zusammenhangs von Struktur, Reaktivität und Dynamik an Oberflächen, Grenzflächen, Nanostrukturen, Molekülen und Clustern. Aktuell besteht ein erhebliches Defizit an hochinstallierten, nass-chemischer Laborflächen mit für den robotisierten Betrieb geeignetem Aufbau. Zur Bedarfsdeckung soll das Gebäude T zu einem Laborbau umgebaut und erweitert werden. Die auf der Nordseite des sechseckigen Gebäudes angeordneten Bürokuben und die Mittelhalle sollen anteilig abgebrochen und die technische Ausrüstung komplett zurückgebaut werden. In die frei werdenden Flächen, zwischen den zwei teilabgebrochenen Kuben, soll der Erweiterungsbau in das bestehende Gebäude „eingeschoben“ werden. In diesem neu zu errichtenden Teilgebäude sollen sämtliche hochinstallierte Räume, wie Labore und Gefahrstofflager, sowie der Großteil der zentralen Technik und technischen Erschließung auf drei Geschossen, davon ein Kellergeschoss, untergebracht werden. Das „Kernstück“ des neuen Bereichs stellt dabei das KI-gesteuerten automatisierte Labor dar, dass im Erdgeschoss entstehen soll. Im darüber liegenden Geschoss sollen Nasschemie-Labore mit Auswerteplätzen entstehen, die in mehrere Laborräume unterteilbar sein sollen. Das zukünftige Gebäude T soll eine NUF von ca. 1.400 m² (ca. 3.370 m² BGF) umfassen, wobei sich die geplanten Nutzungsflächen wie folgt verteilen: - 80m² großen Chemielager, jeweils etwa 440 m² roboterbetriebenes KI-gestütztes Chemie-Großraumlabor, ca. 440 m² Nass-Chemielabore, ca. 340 m² Büroflächen, ca. 100 m² Lagerflächen. Für die NUF 7 wurden ein Raumbedarf von ca. 100 m² ermittelt, für die Technikflächen ca. 500 m². Die veranschlagten Gesamtbaukosten (KG 200 bis 700) belaufen sich für den Um- und Erweiterungsbau auf ca. 22.800.000 € netto. Im Laufe der Planungsphase zu erstellende Kostenermittlungen sind getrennt nach Kosten für den Erweiterungsbau sowie den Umbau / Sanierung des Bestandes zu ermitteln und in einer Gesamtaufstellung zusammen zu führen. KG 410 - Abwasser: Der Abwasserkanal (öffentliche Kanalisation) befindet sich in der Van`t -Hoff- Straße und wird in den zu sanierenden Gebäudeteil T eingeführt. Das Umverlegen bzw. die Herstellung eines zusätzlichen Abganges für den Erweiterungsbau ist zu prüfen und Bestandteil der Maßnahme. Die Kosten (KG 540) sind in der KG 410 enthalten. Im Gebäude ist ein separates Laborabwassernetz herzustellen. Es wird davon ausgegangen, dass die Einleitgrenzwerte des öffentlichen Versorgers ohne Neutralisation eingehalten werden können. - Regenwasser: Das Regenwasser darf nicht eingeleitet werden und muss vor Ort versickert werden. Die Regenrückhaltung im Außenbereich ist nicht Bestandteil dieser Planung. Jedoch die Dimensionierung der Dachentwässerung. Schnittstelle ist 1m ab Gebäudekante. - Wasserversorgungsanlagen: Die öffentliche Wasserversorgung erfolgt aus der Van`t -Hoff- Straße und wird in den zu sanierenden Gebäudeteil T eingeführt. Von diesem Hauswasseranschluss soll der Erweiterungsteil ebenfalls angeschlossen werden. Besonderer Hinweis betr. Bieterfragen aufgrund besonderer äußerer Ereignisse (z.B. Sars-COV-2 oder Ukraine Krieg): Bitte berücksichtigen Sie bei Ihrer Angebotserstellung etwaige mögliche bzw. erkennbare Beeinträchtigungen, z.B. in Bezug auf die Verfügbarkeit von Materialien und Produkten, Arbeitskräften, eine evtl. verzögerte Beibringung von geforderten Nachweisen, Auswirkungen auf etwaige Nachunternehmer etc. Fragen, die in diesem Zusammenhang auftreten, bitten wir rechtzeitig vor Angebotsfrist über das Nachrichtensystem der eVergabe zu stellen.
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