Allgemeine Ressortforschung (ReFo) - Wohnungsbaufinanzierung: Finanzierungsstrukturen - regulatorische Rahmenbedingungen für Investoren und Finanziere
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung
- Frist
- 27 Tage · 05. Aug. 2026
- Leistung
- — · CPV 73000000
- Region
- Deutschland
- Quelle
- Unterschwelle (national)
- Veröffentlicht
- 06. Juli 2026
- Bekanntmachung
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Leistungsgegenstand
Investitionen in den Wohnungsbau waren und sind aufgrund ihrer hohen Kapitalintensität eine große Herausfor-derung für die Projekte und ihre Akteure. In den letzten Jahren haben sich die Marktbedingungen auf den Woh-nungsmärkten und die Rahmenbedingungen auch für die Finanzierungen deutlich verändert. Der Kostenanstieg aufgrund gestiegener Material-, Lohn- und Grundstückspreise in Verbindung mit den im Vergleich zur langjährigen Niedrigzinsphase sprunghaft gestiegener Zinskosten haben dazu geführt, dass außerhalb des Sozialen Wohnungsbaus viele Projekte aus Rentabilitätsgründen nicht realisiert werden können. Zusätzliche regulatorische Anforderungen bei den Finanzierern haben die Kosten für Wohnungsbaufinanzierungen tendenziell weiter verteu-ert. Stichworte hierzu sind Basel III mit CRR III/CRD VI, ESG-Kriterien, Systemrisikopuffer (KWG), Wohnimmobi-lienkreditrichtlinie. Auch andere bestehende Regelungen, wie die Beleihungsgrenze des Pfandbriefgesetzes, haben als regulatorischer Rahmen Bedeutung für die Finanzierung. Ihre Ausgestaltung wird daher auch vor dem Hintergrund veränderter Marktbedingungen und Risikobewertungen mit Bezug auf Finanzierungskosten diskutiert. Ebenfalls sind über die „klassische“ Wohnungsbaufinanzierung hinaus, aber immer noch im Bankensektor, Regulierungen z.B. BRUBEG im Rahmen der Bankenrichtlinie (hier: Eigenkapitalinvestments), bei ADC-Finanzierungen („Acquisition, Development and Construction“ als Unterkategorie im Rahmen der CRR) wirksam. Gleichzeitig ist von Interesse, inwieweit das größer werdende Spektrum von bankfernen Finanzierungsarten an Bedeutung gewinnt und wie Regulatorik dort wirkt. Hierbei spielen bspw. Fonds, EIB-Finanzierung, Schuldschein-darlehen, Anleihen, Green Bonds, Private Credit Fonds, Club Deals oder auch Crowdfunding, für die wohnungswirtschaftlichen Akteure eine Rolle. Das vorliegende Projekt verfolgt das Ziel, die Auswirkungen der geltenden Kapitalmarktregulatorik auf die angewandten Formen der Wohnungsbaufinanzierung und damit den Wohnungs-bau selbst systematisch zu analysieren und Handlungsempfehlungen abzuleiten. Ausgangspunkt für das Forschungsprojekt ist die Fragestellung, ob es Engpässe bei der Realisierung von Miet-wohnbauprojekten gibt, die durch die bestehende Regulatorik und weitere Finanzrahmenbedingungen begründet sind und aufgrund derer nicht ausreichende Finanzmittel (Kosten und Volumina) zur Verfügung stehen. Für die Untersuchung stellt sich damit auch die Frage, ob Anpassungen der regulatorischen Rahmenbedingungen mehr Finanzvolumina und niedrigere Finanzierungskosten im Wohnungsbau ermöglichen könnten und wie diese po-tenziell aussehen könnten. Hierfür sollen die unterschiedlichen bereits aktiven und potenziellen Wohnungsbauakteure, ihre Finanzierungsoptionen und die Finanziererseite differenziert betrachtet werden. Vor dem Hintergrund des seit dem Jahr 2022 im Vergleich zur langen Niedrigzinsphase steil angestiegenen Zinsniveaus sind Potenziale zur Senkung der Finanzierungskosten derzeit sehr bedeutsam.
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