Ökologische Risikobewertung forstlich relevanter gebietsfremder Baumarten anhand funktionaler Eigenschaften
Bundesamt für Naturschutz
- Frist
- 45 Tage · 21. Okt. 2026
- Leistung
- —
- Region
- Deutschland
- Quelle
- Unterschwelle (national)
- Veröffentlicht
- 27. Aug. 2026
- Bekanntmachung
- Original ansehen ↗
Leistungsgegenstand
Primäre Zielstellung des Vorhabens RIFOBA ist die Prüfung, ob und in welcher Form ein wissenschaftlich belastbares Bewertungskonzept für das ökologische Risiko, abgeleitet von der Ausprägung funktionaler Eigenschaften (FE) gebietsfremder, potenziell forstwirtschaftlich relevanter Baumarten in Deutschland, entwickelt werden kann. Das ökologische Risiko bezeichnet die Wahrscheinlichkeit und das potenzielle Ausmaß negativer Auswirkungen einer gebietsfremden Art auf Biodiversität, Artzusammensetzung oder zentrale Ökosystemprozesse in einem bestimmten Bezugsgebiet infolge ihrer Etablierung und Ausbreitung. Gegenstand der Bewertung sind gebietsfremde Baumarten, für die eine naturschutzfachliche Invasivitätsbewertung nach Nehring et al. 2025, bzw. Nehring und Rabitsch (2025) nicht vorliegt, die aber bereits in Deutschland angebaut werden bzw. deren zukünftige Relevanz in Forstkreisen bereits diskutiert wird und deren Anbau daher erprobt wird. RIFOBA ist somit ausdrücklich ergebnisoffen angelegt. Es soll untersucht werden, - ob FE dazu geeignet sind, das ökologische Risiko gebietsfremder Baumarten valid abzubilden, - ob hierfür ausreichende empirische Grundlagen existieren, - und ob belastbare, operationalisierbare Schwellenwerte oder Ausprägungsgrade der FE ableitbar sind. Die Grundlage des Bewertungsmodells bildet die Methodik der Naturschutzfachlichen Invasivitätsbewertung nach Nehring et al. 2025. Aus deren zugrundeliegenden Bewertungskriterien, -logiken und -verfahren sind die Anforderungen an ein FE-basiertes Bewertungsmodell abzuleiten.In der NIB werden Arteigenschaften gruppenübergreifend als zusätzliche Einstufungskriterien für die Einstufung in die sog. Beobachtungsliste genutzt. RIFOBA soll darüber hinaus dazu beitragen, das ökologische Risiko von Baumarten auf Grundlage ihrer funktionalen Eigenschaften (FE) zu bewerten, wenn keine NIB-Bewertung vorliegt bzw. keine NIB-Bewertung durchgeführt werden kann.
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